Brüllaffe-Finanzblog
"Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten." - J. D. Rockefeller, Milliardär - 

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2020-05-31

Corona und die Folgen der Krise für dich

Corona hier und Corona da. Corona, Corona, Corona. Wenn das Wort Corona nicht zum Wort des Jahres gewählt wird, bin ich ja schon fast enttäuscht. Corona, Corona, Corona. Kannst du es auch nicht mehr hören oder lesen? Willkommen – du bist in bester Gesellschaft. Das Problem an der ganzen Sache ist allerdings, dass die Folgen der Krise dich bis an dein Lebensende begleiten werden. Warum das so ist? Das erfährst du im heutigen Blogbeitrag.

Nach der Finanzkrise wurden die Zinsen auf den Nullpunkt und darüberhinaus gesenkt. Kreditnehmer freuen sich und Sparer gucken in die Röhre. Warum aber wurden die Zinsen gesenkt? Tja…sie wurden hauptsächlich gesenkt, damit die Zinsen für die hohen Schulden, die die Staaten machen mussten, nicht ins Unermessliche steigen. Das führt nämlich zu Staatspleiten. Das Problem an der Sache: der kleine Sparer bekommt keine Zinsen mehr für sein Geld. Die Inflation liegt bei ca. 2 % und somit verliert der kleine Sparer jedes Jahr 2 % seine Geldes.

Und der Staat? Der muss jedes Jahr 2 % weniger an Geld zurückzahlen. Na? Dämmert es dir? Der Staat profitiert davon, dass es keine Zinsen gibt, weil er für seine Schulden keine Zinsen zahlen muss. Außerdem profitiert er davon, dass der Wert des Geldes durch die Inflation sinkt, weil seine Schulden weniger werden. Und der Sparer: Der profitiert von gar nichts! Der bezahlt die ganze Nummer nämlich! Und genau das passiert jetzt nach der Corona-Krise in noch größerem Ausmaß erneut.

Die Staaten pumpen Milliarden in die Märkte, damit die Wirtschaft wieder läuft. Das alles wird auf Schulden finanziert. Damit kannst du dich darauf einstellen, dass die Zinsen für die nächsten 30 Jahre weiter auf dem Nullpunkt bleiben. Zinserhöhungen? Vergiss es! Und es wird noch besser kommen. Während im Moment alle von Steuersenkungen sprechen, wird der Staat, ob du willst oder nicht, ob er will oder nicht, die Steuern erhöhen müssen, denn sonst lassen sich die neuen Schulden nicht finanzieren. Na? Dämmert es dir? Du bist derjenige, der die Corona-Krise finanziell ausbaden wird. Und das bis an dein Lebensende.

Jeder Euro, der im Zuge der Corona-Krise in die Märkte gepumpt wird, muss von irgendwem zurückgezahlt werden. Ich will jetzt keine zu negative Stimmung machen, aber, sofern du Kinder hast, werden die das auch zurückzahlen müssen. Ich gehöre nicht zu den Weltuntergangspredigern oder den Verschwörungstheoretikern, aber ich weiß eins: Schulden müssen bezahlt werden und das wird der Staat, wie bisher, über Zinsen und Steuererhöhungen regeln. So war es immer und so wird es immer sein.

Admin - 07:18:56 | Kommentar hinzufügen



                     "Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld loszuwerden, aber nur zwei, es zu erwerben: 

                                   Entweder wir arbeiten für Geld oder das Geld arbeitet für uns"


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